LAGO DI GARDA (13.-17.04.2001) 

Süden und Norden, Mediterranes und Alpines treffen am Gardasee aufeinander. An den Ufern des größten oberitalienischen Sees wachsen Palmen und Agaven, Oleander und Kakteen, Ölbäume und Zitronensträucher. So viel Schönheit hat seit Goethes Zeiten unzählige Gäste ins Land gezogen.

Auch wir sind an Ostern 2001 vor kalten Temperaturen und Schneeregen geflüchtet um am Süd-West-Ende dieses Sees für ein paar Tage das italienische Leben und die warme Frühjahrssonne zu geniessen.  (Karte)

Der bis 346 m tiefe See schiebt sich im Norden schmal in die Voralpen vor, während er im Süden gegen die venetische Ebene ausläuft. Das milde, mediterrane Klima erlaubt hier schon den Genuss der Frühjahrs, während sich Deutschland noch mit dem Schmuddelwetter des Spätwinters plagt. 

Mehrere hundert Meter ragen die Felsen am lombardischen Westufer aus dem Gardasee. Von Riva im Norden führt die "Gardesana Occidentale" durch viele Galerien und Tunnel bis nach Gargano. Dort wo sich hinter den letzen Tunneln die "Welt des Südens" öffnet, beginnt die "Brescianer Riviera". Hier haben wir in der Nähe von Salo einige herrliche Tage verbracht, Brescia besucht und Sonne, Capuccino und das gute italienische Essen genossen. 

 

Salo hat sich etwas von der Atmosphäre eines alten Seebades bewahrt. Nach dem verheer- enden Erdbeben vom 30. Oktober 1901 wurde es auf den alten Fundamente wieder aufgebaut und mit einer prachtvollen Uferpromenade ver- sehen - einer der schönsten am Gardasee. Heute locken exquisite Feinkostläden, elegante Boutiquen und das besonders angenehme Klima vor allem Italiener nach Salo, denen nicht das gewöhnliche "Touri-Einerlei" geboten wird. Für den normalen Geldbeutel sind die Geschäfte zwar "etwas" zu teuer. Das mediterrane Flair an der Uferpromenade gibt's aber umsonst. 

 

 

 

 

 

 

In Gardone Riviera weist heute nichts mehr auf die Vergangenheit als Fischerdorf hin. Der deutsche Ingenieur Ludwig Wimmer erkannte 1880, welches Kapital sich aus der herrlichen Lage des Dörfchens schlagen ließ und eröffnete einen kleinen Gasthof, der sich bald in das Grand Hotel verwandelte. Bald gruppierten sich Villen einer wohlhabenden Klientel um das Lokal des deutschen Trendsetters. 

Die reiche Mittelmeervegetation, die dank des besonders milden Klimas gedeiht, kann man am besten im Park der Villa Alba und im Botanischen Garten "Hruska" bewundern. 

1910 schuf der Arzt Artur Hruska den "Giardino botanico", diese Oase der Stille, in der seit einigen Jahren der Wiener Allround-Künstler André Heller als Hausherr residiert. Die von kleinen Teichen und Wasserfällen, schmalen Brücken und verwunschenen Steigen durchzogene Anlage begeistert durch das traute Nebeneinander von tropischen Gewächsen und üppiger mediterraner und alpiner Flora.

 

Bei unserem Besuch blühte ein Meer an Tulpen

 

Weitere Infos zum See findet Ihr unter www.lagodigarda.it oder www.gardasee.it