THAILAND
Khao-Sok-Nationalpark

Der 644 qkm große Nationalpark liegt 110 km westlich von Surat Thani im Hochland Süd-Thailands. Das hügelige, dicht bewaldete Gelände eignet sich hervorragend für Regenwald-Wanderungen, die bereits am Ort Khao Sok beginnen. (Karte)
| Immer wieder gibt's tolle Ausblicke auf den umliegenden Dschungel oder die unzähligen Bächen und Flüsse. Sie bieten nach einer sehr schweißtreibenden Wanderung eine willkommene Bade- und Erfrischungsmöglichkeit. Die hohen Niederschläge von ca. 6000 mm/Jahr (zum Vergleich: München hat 600 mm/Jahr) sorgen dafür, dass sie nicht versiegen. Die als Wasserfälle deklarierten Sehens- würdigkeiten sind eher Stromschnellen, deren Attraktivität sehr von der aktuellen Regenmenge abhängt. | ![]() |
Unmengen an Zikaden und nicht mal handtellergroßen Fröschen sorgen in der Morgen- und Abenddämmerung für einen Höllenlärm, der selbst Langschläfer schnell aus den Federn holt. Moskitos und die sonst üblichen Blutegel waren dagegen relativ selten.
Als Vertreter der Tierwelt finden sich hier noch zahlreiche Hirscharten, Bergziegen, Affen, Wald-Elefanten, Bären, Nashorn- vögel, Pfauen, Fasane und angeblich sogar Panther und Tiger. Die Chancen diese zu Gesicht zu bekommen sind aber eher gering. Man sollte deshalb die Augen mehr auf's Kleingetier richten. Es gibt neugierige Eidechsen, wunderschön gefärbte Raupen, Blattschneider- Ameisen, Schlangen usw. Unsere Großtier-Erlebnisse beschränkten sich auf eine Horde Affen und die Fußtritte, Kothaufen und Schlafnester von Wald-Elefanten.

Der absolute Adventure-Höhepunkt unseres Aufenthaltes hier war die "Lake-Tour". Von Khao Sok fuhren wir mit dem Jeep zum Ratchaprabha-Staudamm, der hier 1982 eine wunderbare, urwüchsige Schluchtenlandschaft überflutete. Dort stiegen wir
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auf ein Longtail-Boat um, um die immer noch eindrucksvolle Landschaft mit ihren schroffen, dicht überwucherten Kalkfelsen zu bewundern, die sehr an Guilin in China erinnert. Leider fing es kurz nach der Abfahrt "tierisch an zu schütten". Wir dachten Petrus leert seine Badewanne direkt über uns aus. Im Nu waren wir klatschnaß und jeder Regenschutz gab seine Funktion binnen Minuten auf. Nach etwas mehr als einer Stunde kamen wir am links zu sehenden Rafthouse an. Da der See wärmer war als wir in unseren nassen Klamotten, nahmen wir vor dem Lunch unser zweites, diesmal aber freiwilliges Bad. |
Nach dem Lunch stand eine Wanderung zu einer Höhle auf dem Programm. Die Haelfte unserer Truppe entschied sich wegen klitschnasser und rutschiger Wege und der Gefahr, Blutegel "einzufangen" lieber dafür, noch mal im See zu schwimmen und den Nachmittag gemütlich angehen zu lassen. Auf dem Weg zur Höhle kamen wir durch einen sehr verwunschen wirkenden Teil des Regenwaldes. Überall hingen Lianen und Spanisches Moos, wir querten -zigmal Bäche und Flüsse und kletterten über dunkle, schieferartige Felsen.
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An
der Höhle angekommen
erfuhren wir von unseren Guides, dass es sich um eine Walk-through-Cave
handelt, wir also am einen Ende reingehen und bis zum anderen
durchlaufen könnten Auch nicht schlecht, dachten wir! Die anfangs 25 m
breite Höhle verengte sich immer mehr, erst querten wir den durch die Höhle
fliessenden Fluss knietief, dann huefttief. Mittlerweile war es
zappenduster, unsere kleinen Taschenlampen erhellten die Hoehle nur
minimal, lieferten aber noch genug Licht um die handtellergrossen Spinnen
zu finden. Der Gestank der Fledermauskolonien kroch uns auch im Dunkeln in
die Nase. Die vierte Querung war dann schon brusttief und nachdem die Höhle
sich zu |
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einer klammartigen Schlucht verengt hatte und wir einen ca. 2 m hohen Wasserfall - die Taschenlampe im Mund - hinuntergeklettert waren, schwammen wir ein ca. 30 m langes Stueck Von wegen Walk-through-Cave! Die Kamera lag Gottseidank im Trockenen bei Beate am Rafthouse. Adventure pur! War echt ein tolles Erlebnis!!!!